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Domainrecht

Da ich gerne meinen Namen als Web-Adresse gehabt hätte, begann ich mich für "Domainrecht"  zu interessieren. Zuerst lernte ich heraus zu finden, an welcher Stelle die Domaininhaber verzeichnet sind. Sie können auf der Web-Seite www.denic.de eingesehen werden.

Hier fand ich den Domainhalter für meine Wunschdomain. Da sein bürgerlicher Name nicht mit dem Domainnamen übereinstimmt, begann ich mich über das Namensrecht des BGB zu informieren. Interessant ist hier "das Recht an seinen Namen"! Als nicht besonders streitsüchtiger Mensch versuchte ich den Domaininhaber per Mail zu kontaktieren, Erfolg: Keine Antwort! Danach per Einschreiben, Erfolg: Annahme verweigert!

Also doch per Rechtsanwalt! Dank einer Rechtschutzversicherung ( HUK- Coburg) beauftragte ich eine Kanzlei mit der Wahrung meiner Interessen. Die Kanzlei sollte versuchen ohne Klage den Domaininhaber zur Ãœbertragung bewegen. Dieser Versuch dauerte über ein Jahr, Erfolg: Kein Erfolg!

Jetzt wurde Klage eingereicht. Die Klageerhebung erfolgte am Amtsgericht. Jetzt erwies sich meine Geduld als Bumerang. Dank eines klugen Schachzuges des gegnerischen Anwaltes war die Aussicht auf Erfolg geschmälert. Er hatte einen Gemeindebediensteten als Domainverwalter bei der Denic eintragen lassen. Dadurch wurde die Klage abgewiesen.

Die nächste Instanz das Oberlandesgericht folgte der Urteilsbegründung des Amtsgerichts und wies mich auf die 2004 erfolgte Einführung der Sonderzeichen für Domains hin. Dabei war ich erfolgreich und sicherte mir den Domainnamen www.rüst.de . Problem dieser Sonderzeichen ist die Aufrufung im Netz durch Programme von Microsoft.

Durch die Hilfe  des Rechtsanwaltes Daniel Dingeldey, der sehr interessante Artikel über das Internet und das  Domainrecht veröffentlicht hat, sah ich mich veranlasst ihn mein Urteil zuzusenden. Seine Meinung über das Urteil habe ich auf der nächsten Seite übernommen.