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Waddensee

Ein Teil der neuen Nordseeradroute ist die niederländische Waddenzee- Route. Wir fuhren diese einen großen Teil schon einmal. Allerdings war unser Einstiegspunkt der kleine Ort Grouw im niederländischen Friesland. Diesen erreichten wir mit der Bahn. Empfehlenswert war die Fahrt mit den Nederlandsen Sporwegen.

Die erste Nacht verbrachten wir in der Jugendherberge des Ortes. Diese Jugendherberge war sehr kooperativ. Ihre Adresse ist Herberge ““Oer`t Hout”, Raadhuisstraat 18, 9001 AG Grouw - Niederlande, Telefon aus Deutschland 0031-56662-1528.

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Der Ort Grouw ist ein kleines liebenswürdiges Örtchen. Von Grouw ging es nach Sneek am Sneeker Meer. Wir fuhren auf einen kleinen Padd (Weg) direkt am See entlang nach Sneek. Der Ausblick auf den See und die Weite des Landes war prima. Verfahren konnte man sich nicht, es zweigten kaum Wege ab, bzw. der Weg war gut in der Karte von Friesland prima angegeben.

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Von Sneek ging es am nächsten Tag nach Harlingen. Der Weg dorthin führte uns durch Friesland, dies heißt weite Sicht und manchmal etwas Wind. Auch wir lernten Wind von Vorne kennen. Aber trotzdem erreichten wir den Nordseedeich. Jetzt ging es immer am Deich entlang nach Harlingen. Selbst “hinterm” Deich durften wir fahren. Tolles Gefühl am Saum der Nordsee zu fahren. Schließlich erreichten wir Harlingen. Auffallend ist der Hafen mit vielen Segelschiffen.

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Wir fuhren einmal mit einem Boot der Reederei Vooruit - Harlingen auf dem Ijelssee, dies bedeutete für uns und unsere Mitfahrer ein tolles Erlebnis. Zum Nachmachen hier die Adresse der Reederei: Reederei Vooruit, Geeuwkade 9, 8651AA Iljst, Niederlande Telephon 0031-5155-31485.

Unsere Fahrt führte am nächsten Tag nach Holwerd. Der Nordseedeich war immer sichtbar. Die Route führte allerdings mal zum Deich, dann durchs Land, aber immer waren die kleinen Dörfer zur Abwechslung vorhanden. Die Fahrten am Deich waren durch das ständige Vorhandensein von Hinterlassenschaft der Pulloverschweinen (Schafen) sehr kurvig und nervig. Allerdings sehr schnell ließ man dies sein und fuhr  kaltblütig durch und scheuchte die Verursacher sanft zur Seite.

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Unsere nächste Strecke führte zum Lauwersmeer, eine ebenfalls eingedeichte ehemalige Nordsee-Einbuchtung. Hinterm Lauwersmeer mussten wir durch ein militärisches Ãœbungsgebiet. Wir staunten über den lässigen Umgang der Niederländer mit ihrem Militär. Es störte weder uns , noch den Panzerfahrer , das wir uns laufend begegneten. Ganz im Gegenteil man wurde nett begrüßt und mitleidig belächelt. Im Ort Pieterburen übernachteten wir bei einer netten Familie, die ein Schild “logies and onbiet” aufgestellt hatten. Man fühlte sich hier gleich heimisch. In Pieterburen selber gibt es eine Seehund - Aufzucht - Station, diese ist interessant zu besuchen. Hier wird einen Hautnah die Aufzucht gezeigt.  Weiter ging unsere Fahrt nach Uithuizen. Hier ist die Menkamaborg eine Besichtigung wert.

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Für Geschichtsinteressierte lohnt sich ebenfalls ein Besuch im Museum über den 2.Weltkrieg. Hier können alle möglichen Tod bringende Waffen und sonstige Kriegsgegenstände angesehen werden. Von Uithuizen geht es langsam Richtung Ems und dann nach Delfzijl. In Delfzijl kann man auf die “Dollart-Route” wechseln und diese abfahren. Wir fuhren auf der Waddenzee Route weiter Nach Nieuweschans. Dabei durchfuhren wir einen einsamen Polder, der einen unendlich lang vorkommt. Im Poldergebiet gibt es die Möglichkeit nach den Nieuwe Statenzil zu fahren und hier die Grenze zu passieren. Dadurch kann man auf der deutschen Seite nach Ditzum usw. kommen.
Wir fuhren tapfer weiter nach Nieuweschanz um hier die Grenze zu überqueren.

Die Waddenzee Route war toll ausgeschildert, man konnte sich nicht verfahren und alle Wege waren ohne Probleme zu befahren. Ãœbernachtungen haben wir uns immer vor Ort besorgt. Diese standen entweder in der Routenbeschreibung, im örtlichen Telefonbuch oder wir fragten im Tourismus_Büro (VVV Kontor) nach. Die vorherige Bitte um Ãœbersendung von Ãœbernachtungsmöglichkeiten wurden gerne erfüllt. Bewährt hat sich auch das Achten auf Werbeschilder auf der Strecke, so fanden wir öfter das Schild “Logies and onbijt”. Hier konnten wir zwar ohne großen Luxus übernachten, aber dafür ergaben sich oft tolle Gespräche.
Die Routenbeschreibung ist in einem Buch beschrieben, für uns leider auf Niederländisch, aber mit etwas Geduld und Nachdenken war auch dies kein Problem.
Die Routenbeschreibung heißt:

Lf10.jpgLF10 Waddenzee Route - Stichting Landelijk Fietsplatform - ISBN90-72930-06-1.