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Alte Radtouren Reisen

Donauradweg

In diesem Jahr (2011) befuhren wir den Donauradweg von Passau nach Wien. Allerdings etwas anders als sonst üblich. Es wurde eine kombinierte Reise gebucht. Ein Teil des Weges mit dem Schiff, der Rest mit dem Rad.
 Sehr kurzfristig wurde bei „Nicko Tours“ (eine Woche vor Antritt der Reise) angefragt und alles klargemacht.

Die MS Wolga

Wir fuhren auf der MS Wolga, ein unter ukrainischer Flagge fahrendes Schiff. Dies ist kein Luxusliner, sondern ein „normales älteres Gästeschiff“
Wir waren aber gut aufgehoben. Die Besatzung war sehr freundlich und hilfsbereit, das Essen genießbar und alles in sehr sauberen Zustand!
Auch die Räder zur Tour wurden diesmal geliehen( bei der Donau Touristik in Linz), das Schleppen bei der Anreise (einmal durch Deutschland) war zu mühsam.
Die Räder waren technisch in Ordnung. Allerdings vermisste ich bei der Fahrt ein Notfallpack für eine Panne (kein Flickzeug, kein Werkzeug usw.), auch ein Notfallpack für eine Verletzung durch Sturz oder…. war nicht vorhanden, nicht einmal eine „Notfalltelefonliste“. Also mein Vorschlag: Selber daran denken.

Auch diesmal war unser Routenführer aus dem Esterbauer Verlag, sehr empfehlenswert.

Unsere Strecke an der Donau

Zuerst führte uns die Donau von Engelhardzell nach Aschhausen. Hier war die Donau geprägt durch Berge und der Donauschleife von Schlögen. Die Route führt direkt an der Donau, rechts der Berg – links die Donau. Für Flachländer fantastisch. Wir fuhren auf wenig befahrenen Straßen, Autos störten nicht! Eigentlich auch keine Steigungen, also einfach nur genießen.

Der nächste Abschnitt brachte uns von Aschhausen nach Linz. Auch hier Wegweiser: Die Donau. Immer an der Donau, schauen, radeln und entspannen. Linz lud dann zum Stadtbummel ein, schön im Café sitzen, Kaffee trinken und Linzer Torte essen.

 Sonntags wurde dann die Strecke Linz Grein in Angriff genommen. Der erste Teil des Weges ist geprägt von der Fahrt auf dem Damm der Donau. Immer geradeaus, rechts die langweilige kanalisierte Donau und links langweilige Landschaft. Dazu permanentes überholen von schneller fahrenden Radfahrern, eigentlich ein Fehler dies am Sonntag zu fahren. Ab Mauthausen wurde es besser, der Dammweg war gesperrt, Umleitung des Radweges. Jetzt spannende Landschaft, Durchfahrt von Dörfern und dadurch mehr zu sehen. Eigentlich müssen wir Danke sagen für die Umleitung.

Der nächste Abschnitt führte von Grein nach Krems. Links und rechts der Donau schöne alte Gebäude und darüber hinaus viel zu entdecken in der Landschaft.

Von Krems ging es nach Melk. Eine spannende Fahrt durch die Weinberge und Orte der Wachau. Sehr gut geleitet von den Hinweisschildern und unserem Radführer. Ein toller Abschnitt endete in Krems.

Den Restabschnitt nach Wien fuhren wir dann aufgrund des Wetters (Wind von vorne, warm) mit dem Schiff. Auch der Radweg auf dem Baum erschien uns nicht allzu reizvoll. So konnten wir noch einen Nachmittag Wien entdecken.

Das Schiff brachte uns dann zurück nach Passau.

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Weserradweg

Dieses Jahr fuhren wir einen Teil des Weserradweges, und zwar von Hann. Münden bis Verden an der Aller. Wir wählten uns die Herbstzeit dafür aus. In der Hoffnung so leichter Unterkünfte zu bekommen, dies funktionierte auch sehr gut.
Die Anfahrt nach Hann. Münden erfolgte mit der Bahn, dies war mit dem Niedersachsenticket + Fahrradmitnahme möglich. Allerdings wer plant bei der Bahn Aufzüge, auf einigen Bahnhöfen etwas arg umständlich, so z.B. vorwärts rein und rückwärts hinaus und das mit Gepäck! Auch die Fahrkartenautomaten, eigentlich eine Zumutung, dabei sollen sie einfach zu bedienen sein. Mag sein, aber es stehen verschiedene Automaten auf dem Bahnhof. Auch die Erklärungen nicht immer ganz logisch.
Trotzdem kamen wir in Hann. Münden an. Der erste Weg führte zur vorgebuchten Unterkunft nach Gimte in die Pension Froschkönig (http://www.fewo-froschkoenig.de)
Hier wurden wir herzlicht empfangen. Kleiner Tipp: Von Hann.Münden kommend auf der Brücke zur Weser abwärts fahren, auch wenn „verboten“ und Sackgassen Schild dort steht. Wir fuhren hier wunderbar an der Weser lang.

Hier beginnt die Weser und somit auch der Weserradweg. Sicher kennen Sie den Spruch:
Wo Fulda und Werra sich küssen, sie den Namen büßen müssen


Der nächste Tag führte uns nach Wehrden hinter Bad Karlshafen. Kurz nach der Ortschaft Gimte mussten wir für Flachländer eine gute Steigung meistern. Dafür war die Abfahrt sehr entspannend und der Blick schweifte auf ein tolles Blättermeer in bunten Farben.

Auf dem Weg zur Unterkunft sahen wir uns verschiedene Kirchen und ein ehemaliges Benediktinerkloster an. In der Nähe des Klosters gibt es eine sehr schön gelegene Gaststätte. Leider durften wir unsere Räder nicht auf der leeren Terrasse parken, deshalb legten wir auch keinen Wert auf die Bedienung! Schade eigentlich, oder?
Der Radweg war ausgezeichnet mit Hinweisen bestückt. Ein Verfahren war bisher nicht möglich.
In Wehrden übernachteten wir in der Pension „Fisch“. Die Wirtin empfing uns freundlich und verhalf uns etwas später zu einer leckeren Mahlzeit im eigentlich geschlossenen Weserrestaurant. Danke dafür! Sie finden Sie im Internet unter http://www.pension-fisch.de
Der nächste Tag führte uns nach Bodenwerder, der Stadt des „Lügenbarons“ (Münchhausen). Auf dem Weg nach Bodenwerder wurde noch das ehemalige Kloster Corvey besichtigt oder besser die Größe bestaunt.

Nach dem Schloss ging es ruhig an der Weser entlang, die Landschaft genießend nach Bodenwerder.

Der nächste Tag wurde in Rinteln beendet. Auch hier war wieder ein ruhiges Fahren auf dem Weserradweg möglich. Von Rinteln aus führte uns der Weg nach Minden. Da unser Führer uns drei Tourenvorschläge unterbreitete, mussten wir uns entscheiden. Wir entschieden uns für die Nebenstrecke, etwas abseits vom Fluss.
Diese Strecke führte uns ziemlich schnell zur „Porta Westfalica“.

Wir kamen in die „Norddeutsche Tiefebene“. Keine Steigungen mehr, sondern unser gewohntes Flachland. Übernachtet wurde in Petershagen im Deutschen Haus. Die nächsten zwei Tage brachten uns über Nienburg nach Verden an der Aller. In verden endete die Tour und die Bahn brachte uns zurück.

Auch bei dieser Tour hat sich der Radführer aus dem Esterbauerverlag – bikeline Weser-Radweg bestens bewährt.

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Elbe Radweg

Im Jahr 2000 befuhren wir den Elbe-Radweg von Bad Schandau bis nach Hamburg. Auch hier fuhren wir mit der Bahn bis zum Bahnhof Bad Schandau. Die Bahnangestellten halfen uns bei der Hinreise über alle Probleme hinweg und zu den Mitreisenden, die auch mit Rädern unterwegs waren, ergaben sich viele Gespräche.

Die Routenbeschreibung entnahmen wir aus den Büchern: Elbe-Radweg Teil 1 + 2 aus dem Esterbauer Verlag. Diese Bücher bieten einen sehr guten Service, sowohl im Kartenmaterial, als auch im Übernachtungsangebot. Allerdings sollte man darauf achten immer die neueste Ausgabe zu bekommen, da sich gerade beim Elberadweg vieles ändert. Unsere erste Tagesroute führte von Bad Schandau nach Dresden. Es ging durch die Sächsische Schweiz. Dies ist eine Route direkt an allen Natursehenswürdigkeiten vorbei. Besonders ins Auge fiel die Bastei, sie ist sicherlich ein Blick mehr wert

Dresden, unser erstes Ziel, ist vom Elbufer aus herrlich anzusehen. In Dresden blieben wir einen Tag. Hier übernachteten wir in einem Ibis Hotel. Alle drei Ibis Hotels liegen direkt nebeneinander. Dresden selber erkundigten wir mit einer Stadtrundfahrt. Diese zeigte uns alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sehr bequem per Bus, per Seilbahn und sogar mit dem Schiff vom Wasser aus. Die nähere Umgebung der Innenstadt war vom Hotel aus schnell erkundbar. Pflicht war die Erkundung des Elbufers mit Zwinger, Semper-Oper usw.

Die nächsten Etappen führten durch das Weinanbaugebiet. Es kommt einem schon etwas seltsam vor, Weinanbau nicht am Rhein, sondern an der Elbe. In Riesa übernachteten wir im Accor-Hotel Mercure, das einzige Hotel, welches Vorkasse verlangte, dafür aber ein Superzimmer für die Fahrräder zur Verfügung stellte.

Von Riesa aus ging es am nächsten Tag nach Torgau. Übernachtet wurde in der Pension Am Markt, die wir gerne weiterempfehlen. Nächster größerer Halt war dann Wittenberg. Obwohl alles bekannt ist, kommt einem die Lutherstadt für ihre geschichtliche Bedeutung doch sehr klein vor. Aber sehenswert ist alles dort auf jeden Fall. Nach Wittenberg wurde die Landschaft immer flacher und ähnelte sich ziemlich. Wir folgten immer dem Flusslauf, auch wenn unser Tourenbuch etwas anderes vorschlug. Die Elbauwälder entschädigten für manche schlechte Wegstrecke, für manches Schlagloch und fürs Verfahren. In Schönebeck übernachteten wir im Schiffshotel, dies ist ein auf dem Land gesetztes Schiff. Es liegt direkt an der Elbe und die Aufnahme war sehr herzlich.

Von Schönebeck aus ging es nach Burg. Ein kleiner Ort, der das Anfahren wert ist. Wenn man in Burg übernachten möchte, ist das Hotel zum Hagen (Tel.03921-988327) empfehlenswert. Als kleine Überraschung gab es nach dem Frühstück ein kleines Lunchpaket für Radfahrer, dies hatten wir bisher so noch nicht erlebt. Unsere nächste Station wurde Arneburg.

Unsere Übernachtung in Arneburg war bei einer privaten Zimmervermietung. Wir wurden herzlichst aufgenommen. Unsere Frühstücks-Eier waren von freilaufenden Hühner, diese waren im Hof des Hauses. Am nächsten Tag ging es nach Havelberg.     Hier sollte man den Gang zum Dom unbedingt unternehmen. Hier ist der Backsteinbau unheimlich imposant, aber die Spuren der Vernachlässigung sind deutlichst sichtbar. Eine gute Übernachtungsmöglichkeit bietet die Pension Hotel-Pension Lichthaus Knopf in der Lange Str. Wir waren überwältig, dass wir für unter 100,- DM so ein tolles Zimmer bekamen.

Von Havelberg aus führte unsere Tour durch die Elbauen weiter nach Wittenberge. Der Weg führte durch saftige Wiesen, die von einer Unzahl von Störchen besiedelt waren. Zuerst zählte man noch, dann staunte man und zuletzt gab man das Zählen auf. In diesem Ort gibt es Häuser mit 3 Storchennester auf einem Haus. Leider regnete es an diesem Tourtag, sodass wir nur schnell eine Unterkunft in Wittenberg suchten und dann beschäftigt waren die Kleidung zu trocknen.

Von Wittenberg ging es dann wieder an der Elbe entlang nach Dömitz. Es war schon ein seltsames Gefühl auf der alten DDR Grenze zu fahren, denn der Radweg ist die alte Fahrbahn der Grenzwächter. Hin und wieder dachten wir, vor 11 Jahren konnten wir hier nicht fahren, ja wir haben sogar nicht einmal daran gedacht.. Bei Dömitz wechselten wir das Elbufer, um jetzt durch das Wendland zu fahren. Erkennbar war sofort hier ist die alte Bundesrepublik. Die Tour ist immer noch ohne nennenswerte Steigungen, diese kamen bedauerlicherweise erst hinter Hitzacker. Den jetzt folgenden Abschnitt empfanden wir als unangenehmsten Teil der Radwanderung. Es ging teilweise auf unbefestigten Wegen nach oben, eigentlich ein ziemlicher Anstieg, leider dann aber auch nur mit Bremsen wieder abwärts. Diese Strecke ist eventuell umgehbar auf der anderen Seite der Elbe. Aber nach Bleckede war alles wieder schön flach bis zu unserem Ziel Hamburg.

Hamburg kündigte sich eigentlich durch eine tolle Landschaft an. Viel Gegend und kaum Häuser.

Wir fuhren zwar schon in Hamburg, allerdings etwa noch 2 Stunden wie auf dem Bild. Hier passierte auch unsere einzige Panne, einen Platten im Hinterrad und keine Lust zum Flicken. So wurde eine Werkstatt für Räder gesucht und gefunden. Aber außer Unfreundlichkeiten passierte nichts, so mies wurden wir noch auf keiner Tour behandelt. Man merkte: Großstadt – aber ziemlich negativ.

Entschädigt wurden wir in unserer Unterbringung, einem Ibis-Hotel. Für die Mitarbeiter war Hilfe selbstverständlich. Die Panne wurde schnell behoben und Hamburg genossen. Selbstverständlich mit Stadtrundfahrt, Fleetfahrt und Bummeln in der Innenstadt. Von Hamburg aus ging es wieder mit der Bahn nach Hause.

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Mittlerer Rhein

Unsere erste längere Radtour führten wir am Rhein durch. Wir wählten dazu den mittleren Abschnitt aus. Es ging von Mainz nach Düsseldorf, immer am Rhein entlang. Als blutige Anfänger buchten wir alle Quartiere im Voraus, dies war unser erster Fehler. Aber aus Fehler lernt man – Heute buchen wir nur noch die erste Übernachtungsstation fest, nehmen ein Handy mit und buchen von unterwegs das Zimmer. Dies geht in der Regel sehr gut. Zimmerpreise kann man dabei auch noch oft aushandeln, lohnt sich öfter!

Die Route war am Anfang der ehemalige Treidelfahrt der Schiffer, dadurch war ein Verfahren unmöglich geworden. Er führte immer am Wasser entlang – genießen pur war angesagt!

Weinberge als Kulisse an beiden Seiten, den Rhein mit seinen Schiffen links vom Rad, Burgen und Burgruinen oberhalb und die Sonne meinte es die ganze Zeit gut mit uns, was wollten wir mehr! Einkehrmöglichkeiten gab es immer wieder in den romantischen Ortschaften, durch die die Route uns führte.

In Rüdesheim wurde man begrüßt vom Niederrheindenkmal über dem Ort, der Drosselgasse und den Bustouristen! Wer etwas „Rummel“ mag, ist hier völlig richtig! Wir verließen den Ort schnell und fuhren weiter Richtung Bingen. Bei Bingen erwartete uns der berühmte Mäuseturm. Natürlich musste er aufs Bild. Sicherlich ein viel fotografiertes Objekt. In Bingen wurde Station gemacht.


Am nächsten Tag wurden wir von der Radveranstaltung „Tal Total“ überrascht. Für uns hieß dies kein Auto auf der Straße, überall Fahrräder und etliche kleine Stände mit allem Möglichen! Es war ein seltsames Gefühl, nur Fahrräder und einige Skater, aber wir genossen es.


Von Oberwesel ging es mit dem Schiff weiter Richtung ST. Goar. Wir wollten die Loreley per Schiff umfahren. Natürlich fällt einem dabei Heinrich Heine ein, mit der Ballade von dem schönen Mädchen.

Lore Lay
Ik weet neet, wat sall dat bedüden,
Dat ik so trürig bün.
Een Vertellsel ut olle Tieden,
de kummt mi neet mehr ut Sinn

De moiste Jüffer sitt
Dor boven so wunnerbar
Hör gülden Ketten un Spangen dat blitzt
Se kämmt hör gülden Haar.

Diese Übersetzung stammt aus der Homepage von Johannes Bakker, hier ist auch die vollständige Übersetzung.

Der Rhein führte uns weiter nach Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein. Auf der Festung übernachteten wir  in der Jugendherberge. Ein Treffpunkt von Menschen aus aller Welt. Allerdings mussten wir hier unsere negativsten Erfahrungen mit dem Jugendherbergswerk erleben, schade. Aber der Blick auf das „Deutsche Eck“ entschädigte etwas. Entlang des Rheins ging es jetzt Richtung Köln. Man merkte sehr deutlich, dass die Berghöhen geringer wurden. Auch der Radweg führte uns jetzt manchmal vom Rhein etwas fort. Vorbei an „Der Brücke von Remagen“  ging es jetzt nach Bonn, am „Regierungsviertel“ vorbei nach Köln.

Köln war unser nächster Übernachtungsort. Schon von weitem ist der Dom zu sehen, natürlich immer ein Foto wert.

Die Radroute führte immer am Wasser entlang. Bemerkenswert waren die Spuren des letzten Hochwassers in den Uferbäumen, erst dadurch wurde einem die Wasserhöhe bewusst. Sie lag über zwei Meter über uns! Selbstverständlich wurde der Dom besichtigt, sogar auf dem Turm mussten wir hoch, ziemlich anstrengend, aber lohnenswert. Eine gute Übernachtungsmöglichkeit bietet das Jugendherbergswerk an, fast wie im Hotel. Von Köln aus wurde die letzte Etappe in Angriff genommen, sie führte uns nach Düsseldorf.

Als Radführer bewährte sich das Radtourenbuch aus dem Verlag Esterbauer.
bikeline
Rhein-Radweg
Teil 3
ISBN 3 – 900869-35-9

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Flevoroute

Dieses Jahr (2009) fuhren wir auf der Flevoroute von Amsterdam nach Groningen und von Groningen auf der NAP-route nach Nieuweschans. Es war ein fantastisches Erlebnis. Für die Vorbereitung wurden die „Stichting Landelijk Fietsplattform“ und das Internet benötigt. Beides half! Die Internetseiten der www.fietsplatform.nl und landelijkefietsroute.nl, sowie die einzelnen Internetseiten der VVV Agenturen machten die Planung einfach. Mithilfe des „Informatieboekje“ der Fietsplattform wurde die Route festgelegt, ebenfalls erste Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten gesichtet und über die Adressen der „VVV-Seiten“ vertieft.

Die Anreise nach Amsterdam gestaltete sich sehr unkompliziert mit der Bahn. In Oldenburg einsteigen, Leer nach Groningen umsteigen, in Groningen nach Anersfoort und von Amersfort nach Amsterdam. Es war zwar alles ein bißchen  eng im Zeitspielraum, aber bis auf den verpassten EC nach Amsterdam, hier mussten wir auf eine Regionalbahn ausweichen, gab es keine Probleme. Da mehrere Radfahrer unterwegs waren, wurden schnell die ersten Kontakte und Gespräche geführt. In Amsterdam selber fanden wir unsere Unterkunft (IBIS-Hotel) sehr schnell. Es lag nahe an der Innenstadt und nach dem Verstauen des Gepäcks und der Räder wurde noch ein Bummel durch die Innenstadt gemacht.

Am nächsten Tag ging es dann los. Zuerst an der Amstel lang. Hier erlebten wir noch einmal Amsterdam pur. Hausboote, Fahrräder, Grachten und die schönen Giebelhäuser von Amsterdam. Die Tafeln für die LF20 waren leicht zu finden und daher konnten wir es richtig genießen. Schon bald lag Amsterdam hinter uns und die Natur vor uns. Über die „Hollandse Brug“ fuhren wir nach Almere. Von der Stadt sieht man kaum etwas, denn die Route führt immer durch die „Natur“.

Nach der Stadt folgten wir dem an der rechten Seite liegenden Kanal sehr lange. Als wir nach links abbiegen mussten, war der erste Übernachtungsort Lelystad nicht mehr weit. Hier wurde in einer B&B Pension übernachtet.

Die Batavia in Lelystad

Der zweite Tag brachte uns nach Urk. Zuerst führt die Route am Meer entlang und danach durch die Stadt in die pure Natur. Dem Routenverlauf folgend haben wir uns hier fürchterlich verfahren. Wobei wir uns immer noch darüber nicht einig sind, sind die Tafeln falsch oder haben wir etwas übersehen. Dies Verfahren kostete Zeit,Streit und Ärger. Nach langer Suche und vieler Mithilfe fanden wir die Route wieder und im strahlenden Sonnenschein fuhren wir durch die Felder auf den schmalen Fietspatt. An der Ketelbrug gab es einen schmalen Naturstrand, also schnell die Badebekleidung an und hinein ins Wasser.

Nach dem kühlen Bad wurde die Brücke überquert und dann kam der Wind! Wir mussten am Wasser des Isselmeeres nach Urk. Aber der Wind machte die Fahrt langsam und mühsam. In Urk sollte es noch weiter nach Lemmer gehen, allerdings das Schild „Zimmer frei“ war zu verlockend – wir blieben. Nach dem Beziehen des Zimmers ging es zum Strand, der zwar etwas bescheiden, aber dafür durch ein kühlendes Bad entschädigte. Selbstverständlich lohnte auch der Gang durch den Ort. Sicherlich zählt der Leuchtturm zu dem häufigst aufgenommenen Gebäude der Stadt.

Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir direkt am Wasser Richtung Lemmer. Da die Route des Tages nur kurz sein sollte, genossen wir die Fahrt ohne Wind. Da am Deich gebaut wurde, fuhren wir etwa 10km auf einer Straße parallel zum Deich. Bei nächster Gelegenheit ging es zurück zum Deich und bei langsamer Fahrt wurden die Segelschiffe auf dem Wasser träumerisch nachgesehen. Sehr entspannt erreichten wir unseren nächsten Etappenort Lemmer. Da das Wetter warm und mit Sonnenschein nicht schöner sein konnte, lockte wieder einmal der Badestrand. Aber auch der Hafen von Lemmer (siehe Bild-rechts) verleitete zum Bummeln und zum Schiffe anschauen. Die unterschiedlichsten Segelschiffe, ob klein oder groß, konnte man sehen.

Der nächste Tag lies uns das Isselmeer verlassen. Es ging durch die pure Natur nach Heerenveen. Auch hier eine klasse markierte Strecke! So kamen wir ausgeruht in Heerenveen an. Der nächste Tag war der heißeste Tag der Tour, trinken und immer wieder trinken, es gab nur das Problem – es wurde sofort wieder ausgeschwitzt. Dafür entschädigte die Strecke. Sie führte uns durch Wald und Wiesen.

Oft waren wir für den Schatten dankbar. Kurz vor dem Ort Roden, unser Ziel, konnten wir noch einmal baden, dies war eine Wohltat. Im Hotel „Wappen von Drenthe“ angekommen, Fahrräder und Gepäck verstaut, fing das Gewitter an! Riesen Glück gehabt!!

Die nächste Etappe brachte uns nach Groningen. Ein besonderes Highlight war das Treffen mit unserem Sohn an der Martini-Kirche in Groningen. In der Stadt selber verbrachten wir einen schönen Tag, mit Marktbesuch, im Café und genossen einfach die Stadt. Für die Weiterfahrt nach Winschoten wurde die LF 20 verlassen und auf die LF 9 gewechselt. Auch diese Route ist sehr gut ausgeschildert und ohne Probleme zu fahren. Vorbei am Erinnerungsmahl Heiligerlee,
hier wird an den Niederlänsischen Befreiungskrieg gegen die Spanier erinnert, ging es nach Winschoten.

Am nächsten Tag fuhren wir über Wedderveen und Bellingwolde zum Ende der Tour nach Neu Schans. Die bekannte Brücke überquert und wieder in Deutschland!

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Waddensee

Ein Teil der neuen Nordseeradroute ist die niederländische Waddenzee- Route. Wir fuhren diese einen großen Teil schon einmal. Allerdings war unser Einstiegspunkt der kleine Ort Grouw im niederländischen Friesland. Diesen erreichten wir mit der Bahn. Empfehlenswert war die Fahrt mit den Nederlandsen Sporwegen.

Die erste Nacht verbrachten wir in der Jugendherberge des Ortes. Diese Jugendherberge war sehr kooperativ, Telefon aus Deutschland 0031-56662-1528.

Der Ort Grouw ist ein kleines liebenswürdiges Örtchen. Von Grouw ging es nach Sneek am Sneeker Meer. Wir fuhren auf einem kleinen Padd (Weg) direkt am See entlang nach Sneek. Der Ausblick auf den See und die Weite des Landes war prima. Verfahren konnte man sich nicht, es zweigten kaum Wege ab, bzw. der Weg war gut in der Karte von Friesland prima angegeben.

Von Sneek ging es am nächsten Tag nach Harlingen. Der Weg dorthin führte uns durch Friesland, dies heißt weite Sicht und manchmal etwas Wind. Auch wir lernten Wind von Vorne kennen. Aber trotzdem erreichten wir den Nordseedeich. Jetzt ging es immer am Deich entlang nach Harlingen. Selbst hinterm Deich durften wir fahren. Tolles Gefühl, am Saum der Nordsee zu fahren. Schließlich erreichten wir Harlingen. Auffallend ist der Hafen mit vielen Segelschiffen.

Wir fuhren einmal mit einem Boot der Reederei Vooruit – Harlingen auf dem Ijelssee, dies bedeutete für uns und unsere Mitfahrer ein tolles Erlebnis. Zum Nachmachen hier die Adresse der Reederei:
Reederei Vooruit, Geeuwkade 9, 8651AA Iljst
Niederlande Telephon 0031-5155-31485


Unsere Fahrt führte am nächsten Tag nach Holwerd. Der Nordseedeich war immer sichtbar. Die Route führte allerdings mal zum Deich, dann durchs Land, aber immer waren die kleinen Dörfer zur Abwechslung vorhanden. Die Fahrten am Deich waren durch das ständige Vorhandensein von Hinterlassenschaft der Pulloverschweinen (Schafen) sehr kurvig und nervig. Allerdings sehr schnell ließ man dies sein und fuhr kaltblütig durch und scheuchte die Verursacher sanft zur Seite.

Unsere nächste Strecke führte zum Lauwersmeer, eine ebenfalls eingedeichte ehemalige Nordsee-Einbuchtung. Hinterm Lauwersmeer mussten wir durch ein militärisches Übungsgebiet. Wir staunten über den lässigen Umgang der Niederländer mit ihrem Militär. Es störte weder uns noch den Panzerfahrer , dass wir uns laufend begegneten. Ganz im Gegenteil, man wurde nett begrüßt und mitleidig belächelt. Im Ort Pieterburen übernachteten wir bei einer netten Familie, die ein Schild logies and onbiet aufgestellt hatten. Man fühlte sich hier gleich heimisch. In Pieterburen selber gibt es eine Seehund – Aufzucht – Station, diese ist interessant zu besuchen. Hier wird einem Hautnah die Aufzucht gezeigt.  Weiter ging unsere Fahrt nach Uithuizen. Hier ist die Menkamaborg eine Besichtigung wert.

Für Geschichtsinteressierte lohnt sich ebenfalls ein Besuch im Museum über den 2. Weltkrieg. Hier können alle möglichen Tod bringende Waffen und sonstige Kriegsgegenstände angesehen werden. Von Uithuizen geht es langsam Richtung Ems und dann nach Delfzijl. In Delfzijl kann man auf die Dollart-Route wechseln und diese abfahren. Wir fuhren auf der Waddenzee Route weiter nach Nieuweschans. Dabei durchfuhren wir einen einsamen Polder, der einem unendlich lang vorkommt. Im Poldergebiet gibt es die Möglichkeit nach dem Nieuwe Statenzil zu fahren und hier die Grenze zu passieren. Dadurch kann man auf der deutschen Seite nach Ditzum usw. kommen.
Wir fuhren tapfer weiter nach Nieuweschanz, um hier die Grenze zu überqueren.

Die Waddenzee Route war toll ausgeschildert, man konnte sich nicht verfahren und alle Wege waren ohne Probleme zu befahren. Übernachtungen haben wir uns immer vor Ort besorgt. Diese standen entweder in der Routenbeschreibung, im örtlichen Telefonbuch oder wir fragten im Tourismus_Büro (VVV Kontor) nach. Die vorherige Bitte um Übersendung von Übernachtungsmöglichkeiten wurden gerne erfüllt. Bewährt hat sich auch das Achten auf Werbeschilder auf der Strecke, so fanden wir öfter das Schild Logies and onbijt. Hier konnten wir zwar ohne großen Luxus übernachten, aber dafür ergaben sich oft tolle Gespräche.
Die Routenbeschreibung ist in einem Buch beschrieben, für uns leider auf Niederländisch, aber mit etwas Geduld und Nachdenken war auch dies kein Problem.


Die Routenbeschreibung heißt:
LF10 Waddenzee Route – Stichting Landelijk Fietsplatform – ISBN90-72930-06-1